Neustadtgödens (Landkreis Friesland)

Lage:
Westlich des Ortes, nordwestlich an der Kreuzung der B 436 und der Landstraße von Gödens nach Neustadtgödens.

Beschreibung:
Der Friedhof liegt in einem kleinen Wäldchen. Er umfaßt etwa 80 Grabsteine, der älteste datiert von 1708. Nach dem 2. Weltkrieg fanden hier nur noch einzelne Bestattungen statt, zuletzt 1982. Juden sind in Neustadtgödens zumindest seit 1639 nachweisbar, bis 1708 begruben sie ihre Toten jedoch in Wittmund.
Um die Mitte des 19. Jh. machten Juden ein Viertel der Bevölkerung des Ortes aus. Damals entstand die letzte Synagoge, die bald auch den Juden der neu gegründeten Stadt Wilhelmshaven als Gotteshaus diente. Im 20.Jh. wurde die Gemeinde von Neustadtgödens immer kleiner, nach 1936 fanden dort keine Gottesdienste mehr statt. Das Synagogengebäude überstand die Pogromnacht unbeschadet, da es als Farbenlager diente, und die Gefahr für die angrenzenden Gebäude zu groß war, wenn man es wie so viele andere Synagogen angezündet hätte. Nach einer grundlegenden Restaurierung 1987 dient es heute als Galerieraum für Kunstausstellungen.

Erhaltungszustand:
gepflegt.

Stand: Januar 2004.

Link: http://www.alemannia-judaica.de/neustadtgoedens.htm

Link: http://66.249.93.104/search?q=cache:DC76ozN9u3cJ:
www.friesland.de/index.php%3FpageId%3D796+Neustadtg%C3%B6dens+Synagoge&hl=de&gl=de&ct=clnk&cd=3