Jüdischer Friedhof in Köthen - Photo Hans-Peter Laqueur

Köthen

Lage:
Der jüdische Friedhof liegt am Gütersee Weg, am südlichen Rand des Neuen Friedhofs. Man verläßt die Stadt nordwärts in Richtung Wulfen über die Maxdorfer Straße, und biegt nach Verlassen des bebauten Gebietes rechts ein in den Gütersee Weg. Man fährt an der Friedhofsmauer entlang, und passiert dabei das verschlossene Eingangstor zum jüdischen Friedhof. Am Ende der Friedhofsmauer ist auf der linken Straßenseite ein Parkplatz für Friedhofsbesucher mit einer Eingangspforte in den Friedhof. Der jüdische Friedhof ist nur durch einen Gitterzaun mit verschlossener Pforte vom allgemeinen Friedhof getrennt.

Beschreibung:
Besonders augenfällig ist die Trauerhalle von 1888 mit ihrer maurischen Kuppel im Zentrum des Friedhofes. Um sie herum - überwiegend im östlichen Teil des Friedhofe - finden sich ungefähr 150 Gräber aus der Zeit von der Anlage des Friedhofes 1888 bis zu einzelnen aus der Nachkriegszeit.
Das jüngste Grab - für 1966 und 1968 verstorbene Eheleute - war im Mai 2007 frisch mit Blumen bepflanzt. Vor der Trauerhalle und auf einem der älteren Gräber fanden sich "Seelenlichter".

Erhaltungszustand:
Insgesamt ordentlich, aber an einigen Gräbern Spuren von offenbar nicht lang zurückliegendem Vandalismus: beschädigte bzw. ganz zerstörte Inschrifttafeln etc.

Stand: Mai 2007

Literatur:
Viktor Samarkin in: "Anhalt, deine Juden...", S. 86-87.