Jüdischer Friedhof in Hainsfarth - Photo Hans-Peter Laqueur

Hainsfarth (Landkreis Donau-Ries)

Lage:
Man biegt von der L 466 (Nördlingen-Gunzenhausen) in Oettingen ostwärts ab nach Hainsfahrt, durchfährt den Ort auf der Heimo-, dann auf der Jurastraße (ehemals Judengasse), und folgt den Wegweisern in Richtung Mehrzweckhalle. Kurz vor dem Ortsende gabelt sich die Jurastraße, man folgt dem linken Zweig, bis man rechts der Straße in etwa 25 Metern Entfernung den Friedhof liegen sieht.

Auf dem Weg passiert man die vor einigen Jahren renovierte und seither als Kultur- und Begegnugszentrum genutzte Synagoge (Jurastr. 12) aus dem Jahr 1860.

Beschreibung:
Die jüdische Gemeinde in Hainsfarth geht auf das 15. Jahrhundert zurück, ihre Blütezeit erlebte sie im 18. Jahrhunder, als die Fürsten von Oettingen-Spielberg hier systematisch die Ansiedlung jüdischer Händler und Handwerker betrieben. Um 1800 stellten Juden die Mehrheit der Ortsbevölkerung. Einen eigenen Friedhof erhielt die Gemeinde jedoch erst 1850, in den 90 Jahren bis zu ihrer Vernichtung 1941 wurden 272 Menschen hier begraben. Der Friedhof liegt zwischen Wiesen am Ortsrand, gewöhnlich ist er verschlossen.

Erhaltungszustand:
Gepflegt.

Stand: August 2003.

Literatur:
Schwierz, 258-259.