Jüdischer Friedhof in Glückstadt - Phozo Hans-Peter Laqueur

Glückstadt (Kreis Steinfurt)

Lage:
Von Itzehoe bzw. der A 23 (Ausfahrt 12: Hohenfelde) kommend erreicht man Glückstadt über die Itzehoer Str.(B 431). Ihr folgt man bis kurz vor die Bahngleise, und biegt dann links ein in die Bahnhofstr. Nach ca. 250 m hat man zur Linken einen großen Parkplatz, rechts, zwischen der Bahnhofstr. und den Bahngleisen, liegt der Friedhof.

Beschreibung:
Der Friedhof der sephardischen Gemeinde von Glückstadt entstand um 1622, gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde er erheblich verkleinert. Zwischen 1933 und 1945 wurden alle Steine abgeräumt, nach 1945 wurde die Restfläche so weit möglich rekonstruiert.
Auffällig (da in Deutschland selten) sind die gemäß sephardischer Tradition liegenden Grabplatten (etwa 90 der rund 100 erhaltenen Gräber). Weiterhin bemerkenswert ist die Ornamentik, so sind auf dem Grab eines Kohen die segnenden Hände in einem heraldischen Wappen dargestellt. Auch die sehr frühe Verwendung der lateinischen Schrift in judäo-spanischen Inschriften ist ungewöhnlich.

Erhaltungszustand:
Gepflegt.

Stand: April 2006.

Mehr Photos in http://www.alemannia-judaica.de/gluekstadt_friedhof.htm