Photo Hans-Peter Laqueur, 2009

Cottbus

Lage:
Innerhalb des Städtischen Südfriedhofes an der Dresdener Straße (B 97 nach Spremberg). Von dessen nördlichen Eingang an der Hermann-Löns-Strasse folgt man dem Hauptweg durch den Friedhof, vorbei an der Kapelle, bis zum Glockenturm. Dort wendet man sich nach rechts und folgt dem Weg bis zum Zaun zur Dresdener Straße. Hier wendet man sich erneut nach rechts (nordwärts), und hat bald auf der rechten Seite den mit Maschendraht umzäunten jüdischen Friedhof. Das Tor ist nicht verschlossen.

Beschreibung:
Da der alte Friedhof von 1814 voll belegt war, wurde die 1916 verstorbene Frau des Justitzrats Hammerschmidt in einem Waldstück südlich des Südfriedhofes begraben. Um diese Familiengrabanlage entstand ab 1917 der neue jüdische Friedhof, der inzwischen auf drei Seiten vom Südfriedhof umgeben ist.
Aus der Zeit bis zum II. Weltkrieg existieren ca. 60 Gräber. Vom Wiederaufleben der Gemeinde durch Zuwanderer aus der ehemaligen UdSSR zeugt ein von einer niedrigen Hecke eingefasstes Feld mit etwa 22 Gräbern ab dem Jahr 2000 auf der linken (nörlichen) Seite vor dem bis 1939 belegten Bereich. Bemerkenswert ein Grab von 2007 im rechten hinteren Bereich des Friedhofes: hier wurde wohl (nicht nur) räumliche Distanz zu den neuen Gemeindemitgliedern gesucht.

Erhaltungszustand:
Einigermaßen gepflegt.

Stand: August 2009.

Literatur:
Wolfgang Hammerschmidt, Spurensuche. Zur Geschichte der jüdischen Familie Hammerschmidt in Cottbus. Gießen 1996, S. 100-102.