Jüdischer Friedhof in Burg/Fehmarn - Photo Hans-Peter Laqueur

Burg auf Fehmarn (Landkreis Ostholstein)

Lage:
An der Sundchaussee, der Straße von Burg nach Blischendorf, ca. 1,5 km nach dem Ortsende von Burg auf der linken Straßenseite.

Beschreibung:
Von dem 1800 angelegten Friedhof der in der zweiten Hälfte des 18. Jh. durch Zuwanderung aus Moisling < siehe Lübeck > entstandenen jüdischen Gemeinde ist nichts mehr erhalten. Die letzte Beisetzung fand hier 1879 statt. Als im Zuge des Ausbaus der Chaussee 1923/24 Teile des Friedhofes betroffen waren, lebten auf der Insel bereits keine Juden mehr. Die 5-7 Gräber, die nach dem Straßenbau noch erhalten waren, verschwanden im Laufe der Zeit.
1957 wurde ein Gedenkstein - ein Findling mit darauf angebrachter Inschrifttafel „Ehemaliger jüdischer Friedhof 1800-1879“- aufgestellt und mit einer dichten Hecke umpflanzt.

Erhaltungszustand:
Gepflegt: Als ich die Gemeinde darüber informierte, daß die Inschrifttafel zerschlagen war, wurde sie binnen 3 Wochen durch eine neue ersetzt, deren – auf Grund neuer Forschungen aktualisierter - Text lautet: „Ehemaliger jüdischer Friedhof 1763-1879“.

Stand: April 2006

Literatur:
Svea Christophersen: Ein Stein gegen das Vergessen? Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Burg auf Fehmarn und des jüdischen Friedhofs.
Landkirchen auf Fehmarn 1993 (maschinenschriftlich)
[Stadtarchiv Burg: M 324]